Abschwung und Anpassung
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Die Finanzkrise schlägt auf die Realwirtschaft durch. Die Zentralbanken senken deutlich die Zinsen, da Inflationssorgen dank stark gesunkener Rohstoffpreise, vor allem im Energiebereich, verflogen sind. Die Schweizer Nationalbank erniedrigte
das Zielband des 3-Monats-Libors um 0.5%. Am stärksten senkte die Bank of England die Zinsen, und zwar um ganze 1.5% auf nunmehr 3%. Weitere Senkungen sind den Märkten in Aussicht gestellt.
Diese deutlichen Massnahmen helfen, aber sie zeigen auch den Ernst der Lage. Ein kräftiger Wirtschaftsabschwung steht bevor. So rechnet die OECD allein
im laufenden Quartal für den Euro-Raum mit einem Minus von 1.0%, für die USA gar mit -2.8%.
Auch deshalb ist kaum mehr mit Inflation zu rechnen, es besteht im Gegenteil die Gefahr einer Deflation.
Der Abschwung ist aber nicht nur Folge der Finanzkrise. Auch in anderen Branchen werden durch die Knappheit der Kredite Schwächen offenbar.
So bestehen Überkapazitäten, die jetzt schmerzvoll abgebaut werden müssen. Deutlich sichtbar ist dies beispielsweise im Automobilsektor in Europa und den USA, der von grossen Absatzrückgängen betroffen ist.
Kurvenverlauf per 12.11.2008, die aktuellste Kurve ist unter Anlage-Rendite zu finden.
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Auch der Staat greift in das Geschehen ein. Mit Krediten und Staatshilfen werden
vor allem grosse Unternehmen am Leben erhalten. Die Eingriffe bergen die Gefahr einer künstlichen Strukturerhaltung, wo doch Strukturwandel und Anpassung der nachhaltigere Weg wäre.
Obwohl KMUs in der Summe meist mehr Arbeitsstellen anbieten und flexibler sind, fliessen die Gelder Grossfirmen zu.
Ein grosser Teil der Gelder wird erfahrungsgemäss falsch und ohne die gewünschten Effekte eingesetzt. Gleichzeitig verdrängt und verteuert die staatliche Refinanzierung die privatwirtschaftlichen Kredite.
Zur Lösung dieses Dilemmas gibt es kein Patentrezept. Der Streit über staatliche Eingriffe in Rezessionszeiten ist alt, und er ist offen. Sicher ist,
dass Staatshilfen langfristig den Strukturwandel nicht verhindern, sie können ihn allenfalls verzögern und bestenfalls sozialer gestalten.
Dies zu dem Preis einer hohen Staatsverschuldung.
indexplus ist mit ihrer Timingstrategie weiterhin im sicheren Festgeld der Raiffeisenbank Zürich. Seit Jahresanfang liegt
die SPI-Rendite per 12.11.2008 um 29.3% tiefer als die Rendite der indexplus-Anlage.
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indexplus, 13.11.2008
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