Erneute Konjunktursorgen
Weltweite Nullzinsen
Trotz immenser Anstrengungen der US-Notenbank und rekordtiefer Zinsen verschlechtert sich die konjunkturelle Lage in den USA. Die
Börsen reagieren erneut mit Verunsicherung und Rückschlägen. Dass die so konzentriert verabreichte Medizin des billigen Geldes kaum
wirkt, zeigt den grossen Mangel an Vertrauen und die tiefen Spuren, die die Finanzkrise hinterlassen hat.
Ein "Weiter so" ist bei dem enormen Schuldenstand und dem noch am Boden liegenden Immobilienmarkt nicht möglich. Die Märkte bezweifeln,
ob die USA, Europa und Japan ihre Schulden begleichen können. Eine direkte Folge für die Schweiz ist der zusehends erstarkende
Franken. Besonders die US-amerikanische Notenbank lässt keinen Zweifel daran, dass sie weiter expansiv handeln und massiv eigene
Staatsanleihen kaufen wird. Da Lohn- und Preiserhöhungen wegen der schwachen Wirtschaft jetzt nicht durchsetzbar sind, kommt es
vorerst zu keiner Inflation. Die expansiven Massnahmen können zumindest vorerst eine Deflation verhindern. Aber es bleibt ein
nachhaltig schlechtes Gefühl: die verabreichte Medizin verschlimmert langfristig die Probleme.
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3-Monats-Zinsen in den USA und der Schweiz. Die kurzfristigen Zinsen sind seit mehr als 20 Monaten praktisch
null. Das FED schleust durch Käufe von Staatsanleihen und Hypotheken Milliarden USD ins Finanzsystem.
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Börsenmonat September
Die Börse ist weiter im Spannungsfeld zwischen Konjunktursorgen, billigem Geld und überschüssiger Liquidität. Erstes spricht für fallende,
die beiden letzten Argumente für steigende Kurse. Die Psychologie wird wohl die Oberhand behalten, und in dieser Hinsicht ist der September
immer ein besonderer Monat: statistisch gesehen ist kein Börsenmonat schlechter als der September. Die durchschnittliche Rendite der letzten
10 Septembermonate, also seit 1999, beträgt, gemessen am SPI, minus 2.23%.
indexplus ist weiterhin in der sicheren, festverzinslichen Anlage.
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indexplus, 1.9.2010
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